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Ein Hauch von flirrendem Nichts

Ein Hauch von Nichts legt sich über Haut und Haar und zaubert ein magisches Flair. Puder, so flirrend und effizient, wie kaum ein anderes Kosmetikmittel, ist das Nonplusultra der Schminkpalette.

Klein aber oho: sie präsentieren sich mit einem Teilchendurchmesser von weniger als 100 μm (0,1 Millimeter). Es sind Dispersionen vom Typ fest in gasförmig. Als Grundstoff für die Herstellung von Puder dient Talk, eines der weichsten Minerale. Neben Talk können aber auch Metallseifen, Siliciumdioxid, Stärke, Titandioxid, Zinkoxid, Kaolin, Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat oder Seifenpulver als Pudergrundlage in der Kosmetik dienen. Neben der Grundlage können Duftstoffe, Pigmente und Wirkstoffe enthalten sein. So weit zur Physik und Chemie, nun zur Geschichte und Kosmetik.


In schwindelnden Puderhöhen


Wer kennt sie nicht, die Bilder aus der Barock- und Rokokozeit, als die Menschen hohe, gepuderte Perücken und stark gepuderte Gesichter aufweisten. Zu schön war dies anzusehen, auch wenn es ein bisschen übertrieben war. Dabei hatten schon sie es nicht erfunden. Zahlreiche historische Funde legen nahe, dass bereits Steinzeitmenschen Puder und Pulver zum Färben oder Malen genutzt haben. Insbesondere kulturelle Schminke hatte Puder und Pulver aus unterschiedlichstem Material als Bestandteil. Haarpuder wurde von römischen Kaisern und auch später genutzt, um dem Haar eine andere Färbung zu geben. Duftpuder und Wundpuder (etwa unter Verwendung getrockneter Pflanzen) wurden bereits im Mittelalter genutzt. In der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war es üblich, Puder für Perücken zu nutzen. Kosmetische Nutzung zur Farbgebung oder Mattierung der Haut ist bis in das 21. Jahrhundert bekannt. Feines pulverisiertes Mehl oder Puderzucker waren als Trennmittel schon früh bekannt und werden bis heute genutzt.

Zeit für Renaissance

Mittlerweile ist das Puder wieder heiß begehrt, hauptsächlich für das Gesicht. Und dabei existieren die unterschiedlichsten Schattierungen und Kompositionen. Kompaktpuder in fester Form ist zwar die gängigste Ausführungen, noch leichter sind lose Puder. Verspielt und quasi ein präsentables Accessoires sind die aparten, bunten Perlen.

Gesichtspuder ist so etwas wie der letzte, elegante Schliff im Make-up. Nachdem Foundation, Rouge und Concealer aufgetragen sind, sorgt ein feiner Puder dafür, dass alles perfekt miteinander verschmilzt. Er mattiert die Haut, nimmt überschüssigen Glanz und lässt den Teint ebenmäßiger wirken. Gleichzeitig fixiert er das Make-up, auch den Lippenstift, sodass es länger hält und den ganzen Tag über frisch aussieht. Ein guter Gesichtspuder ist dabei fast unsichtbar – er liegt wie ein zarter Schleier auf der Haut und lässt sie dennoch natürlich strahlen.

Mut zur pudrigen Mähne

Haarpuder dagegen ist ein echter Geheimtipp für mehr Volumen und Struktur. Besonders bei feinem oder schnell platt wirkendem Haar kann ein wenig Puder am Ansatz wahre Wunder wirken. Es hebt die Haare leicht an, sorgt für mehr Griffigkeit und gibt Frisuren einen natürlichen Halt – ganz ohne schweres Stylingprodukt. Auch bei Hochsteckfrisuren oder geflochtenen Styles hilft Haarpuder, dass alles besser hält und gleichzeitig locker und lebendig aussieht.

Gemeinsam haben Gesichtspuder und Haarpuder vor allem eines: Sie wirken subtil, aber effektiv. Ein paar sanfte Pinselstriche im Gesicht oder eine kleine Menge am Haaransatz können das gesamte Styling aufwerten. Es sind diese kleinen Details, die den Look vollenden und Selbstbewusstsein schenken – fast so, als würde man seinem eigenen Stil den letzten, perfekten Akzent verleihen. 

Darüber hinaus...

Des Weiteren gibt es Rasierpuder, Deodorantpuder, Babypuder, Wundpuder, Körperpuder und Fußpuder, die sich durch ein hohes Saugvermögen auszeichnen. Damit wird Puder im kosmetischen Bereich auch Wunderwaffe für alle körperlichen Belange.

Produkte: Art Deco,

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